Orgel & Fagott

CD Orgel & Fagott

 

J. S. Bach (1685-1750): Triosonate I BWV 525, für Orgel

  • ohne Bezeichnung
  • Adagio
  • Allegro

 

G. Ph. Telemann (1681-1767): Sonate f-Moll für Fagott u. B. c.
  • Triste
  • Allegro
  • Andante
  • Vivace
J. Chr. H. Rinck (1770-1846): Floeten-Concert für die Orgel, op. 55
  • Allegro maestoso
  • Adagio
  • Rondo, Allegretto


G. Pierné (1863-1937): Solo de Concert, op. 35 f. Fagott u. Orgel
(Orgelfassung: J. P. Eich)

 

Fr. Radermacher (*1932): Divertimento für Fagott u. Orgel (1991)
  • Andante
  • Allegro moderato
  • Adagio molto e espressivo
  • Allegro molto scherzando

Fl. Peeters (1903-1986): Flämische Rhapsodie, op. 37 f. Orgel

 

Matthias Rein, Fagott und Josef P. Eich, Orgel 

 

Die Orgel in der Propsteikirche St. Kornelius zu Kornelimünster war in ihren Ursprüngen ein Werk des ortsansässigen Orgelbauers Johann Theodor Gilmann. Sie wurde im Jahre 1763 nach Entwürfen des Aachener Architekten Johann Josef Couven als hinterspielige Brüstungsorgel im Zusammenhang mit dem damals noch vorhandenen Westoratorium errichtet. Es handelte sich um ein zweimanualiges Instrument mit angehängtem Pedal. Im Westoratorium stand, nach Erweiterungsarbeiten der Abteikirche dorthin versetzt, das wertvolle Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert, welches nun wieder Aufstellung im vorderen Mittelschiff der Propsteikirche gefunden hat. Das Westoratorium hatte einen direkten Zugang zur Abtei und diente den Mönchen als Gebetsort für die Stundenliturgie. In der Emporenbrüstung stehend, diente die Orgel einmal zum Begleiten der Stundenliturgie der Mönche, zum Anderen zur musikalischen Gestaltung der im Kirchenschiff statt findenden Konventämter. 

Nach der Aufhebung des Klosters ging die Kirche in den Besitz der Pfarrgemeinde über. Wegen der veränderten liturgischen Nutzung des Kirchenraumes und um den dunkelen Raum unter der Empore nutzen zu können, wurde 1895 das Westoratorium abgebrochen und die Orgel von der Orgelbauwerkstatt Müller aus Reifferscheid in das Westwerk umgesetzt. Dabei blieb das Werk samt Emporenbrüstung vollständig erhalten.

1913 ermöglichte die großzügige Spende des Privatiers Maximilian Böse einen Neubau im und hinter dem historischen Gehäuse. Die Firma Klais aus Bonn erbaute dort ihr Opus 502 mit 33 Registern. Dieses Werk existiert nach einem Zwischenaufenthalt von 1963-2011 in der St. Nikolauskirche in Aachen nun in der Pfarrkirche St. Foillan weiter - ohne Gehäuse, denn dieses verblieb in Kornelimünster.

Im Zuge von Restaurierungs- und Erneuerungsarbeiten in der Propsteikirche baute die Orgelbaufirma Stahlhuth aus Aachen 1963 ein neues Werk in das historische Gehäuse. Dabei trennte man den Prospekt des Unterwerkes aus dem Hauptgehäuse heraus und verwendete ihn im neu errichteten Rückpositiv. Um das Pedalwerk in das ursprünglich pedallose Gehäuse zu integrieren, musste man das Hauptgehäuse in der Tiefe in den Maßen verdoppeln. Der Grundgedanke für diese veränderte Aufstellung resultierte aus einem praxisorientierten Musizieren, bei dem der Organist gleichzeitig die Orgel bedient und die Chorleitung versieht.

 

Disposition der Stahlhuth-Orgel von 1963

 

 

Rückpositiv

1. Manual

56 Tasten

Hauptwerk

2. Manual

56 Tasten

Pedal

30 Tasten

Rohrquintadena (diskant) 8'

Gedackt (B/D) 8'

Praestant 4'

Blockflöte 4'

Oktave 2'

Sifflöte 1 1/3'

Carillon 2-3-fach

Scharf 4-6-fach

Holzdulcian 8'

Schalmey 4'

Tremulant

Quintade 16'

Principal 8'

Rohrgedeckt 8'

Gemshorn 8'

Oktave 4'

Spillflöte 4'

Nasat 2 2/3'

Querflöte 2'

Mixtur 4-6-fach 1 1/3'

Cimbel 3-fach 1/3'

Trompete 8'

Subbaß 16'

Principalbaß 8'

Gedacktbaß 8'

Quintbaß 5 1/3'

Oktavbaß 4'

Rauschpfeife 4-fach

Posaune 16'

Baßtrompete 8'

Koppeln: I/P, II/P, II/I

zweifache freie Kombination, eine freie Pedalkombination

mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur